MoM SOLUTIONS
ZLV5_90.10 EXTREME
Eine Lösung, die sich an jede Länge anpasst: Pendelbearbeitung und Rohre bis 8500 mm


Die Machine of the Month dieses Monats ist die IBARMIA ZLV5_90.10 EXTREME, eine Fahrständerlösung, die für die Bearbeitung von Rohrkomponenten für die Landtechnik entwickelt wurde. Das Projekt erfüllt eine klare Anforderung: hohe Produktivität bei kurzen Werkstücken mit der Fähigkeit zu verbinden, Rohre bis zu einer Länge von 8500 mm zu bohren, und dabei eine an unterschiedliche Geometrien und Längen angepasste Werkstückspannung zu gewährleisten.
Die Maschine verfügt über Verfahrwege von 9000 x 1000 x 950 mm. Ihr Vertikalkopf ist mit einer SK50-Motorspindel mit 84 kW und 452 Nm sowie einer maximalen Drehzahl von 12.000 U/min ausgestattet. Ergänzt wird die Konfiguration durch ein IBARMIA-Werkzeugmagazin mit 50 Plätzen.
Das wesentliche Alleinstellungsmerkmal dieser Z SERIES EXTREME liegt jedoch in der Gestaltung des Arbeitsraums. Der Festtisch wurde durch zwei 4100 mm lange Trunnions ohne Zwischenabstützung mit einem Schwenkbereich von ±90° ersetzt. Jeder Trunnion verfügt über acht pneumatische Spannbacken mit einer Spannkraft von 20 kN pro Backe, schnell wechselbaren Einsätzen und einem Ausgleichsweg von ±2 mm.
Diese Vorrichtungskonfiguration ermöglicht es, die Spannung an die Eigenschaften des jeweiligen Rohres anzupassen. Der Ausgleichsweg der Spannbacken nimmt kleine Abweichungen während des Spannvorgangs auf, während die austauschbaren Einsätze die Anpassung an unterschiedliche Werkstückvarianten ermöglichen, ohne die gesamte Vorrichtung ersetzen zu müssen. Das pneumatische System sorgt zudem für eine kontrollierte, in den Bearbeitungsprozess integrierte Betätigung.
Die doppelte Konfiguration ermöglicht zwei unterschiedliche Betriebsarten. Werkstücke bis 3900 mm können im Pendelbetrieb bearbeitet werden: Während die Maschine in einem Arbeitsbereich arbeitet, kann im anderen bereits das nächste Werkstück vorbereitet werden. Bei längeren Komponenten wird die Trennwand entfernt, sodass beide Trunnions gemeinsam arbeiten und eine einzige Station zum Bohren von Rohren bis 8500 mm bilden.
Das Ergebnis ist eine Lösung, die weit über eine Verlängerung des Längsverfahrwegs hinausgeht. Sie integriert Maschine, Rundachsen, Vorrichtungen und pneumatische Spannung, um den Prozess an unterschiedliche Werkstücklängen anzupassen, unproduktive Zeiten zu reduzieren und die Kontrolle über das Bauteil während des gesamten Bearbeitungsprozesses sicherzustellen.